InnoGE/deckname: das weltweit beste KI-Modell für deutsche Textanonymisierung

Heute veröffentlichen wir unser erstes eigenes KI-Modell. InnoGE/deckname erkennt personenbezogene Daten in deutschen und englischen Texten und ersetzt sie durch konsistente Platzhalter, bevor ein Dokument Ihr Unternehmen verlässt. In unseren Messungen auf öffentlichen deutschen Benchmarks liegt es vor GPT-5.6 und Claude Fable 5, vor Microsoft Presidio und vor jedem offenen Spezialmodell, das wir getestet haben. Und es läuft vollständig bei Ihnen: keine Cloud, keine GPU, Antworten in Millisekunden.

Die Idee stammt aus unserer Projektarbeit. Immer wieder wollten Kunden Sprachmodelle einsetzen und scheiterten an derselben Hürde: Namen, Adressen und Kontonummern in den Dokumenten, die den Weg in die Cloud versperren. Also haben wir das Modell trainiert, das diese Hürde beseitigt. Version 1 läuft ab heute in unserer Browser-Demo. Sie können das Modell lizenzieren und selbst betreiben, oder Sie überlassen den Betrieb uns.

Deckname verarbeitet personenbezogene Daten innerhalb der eigenen Infrastruktur und gibt nur bereinigte Texte weiter
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Das Thema kurz und kompakt

  • InnoGE/deckname ist das weltweit beste KI-Modell für deutsche Textanonymisierung: Auf öffentlichen Benchmarks liegt es vor GPT-5.6, Claude Fable 5, Microsoft Presidio und allen offenen PII-Spezialmodellen (Juli 2026)

  • Es erkennt personenbezogene Daten in deutschen und englischen Texten und ersetzt sie durch konsistente Platzhalter, bevor ein Dokument Ihre Infrastruktur verlässt

  • Zwei Schichten arbeiten zusammen: geprüfte Regeln für strukturierte Daten wie IBANs, ein trainiertes Modell für Namen, Adressen und Organisationen

  • 94,5 F1 auf deutschen Rechtstexten (öffentlicher LER-Benchmark) und eine 4,5- bis 16-fach niedrigere PII-Leak-Rate als Microsoft Presidio

  • Läuft als einzelner Docker-Container auf normalen CPUs, spricht eine OpenAI-kompatible API und ist in Minuten einsatzbereit

  • Jede Ersetzung wird in einem maschinenlesbaren Audit-Report protokolliert

InnoGE/deckname erklärt in 32 Sekunden.

Experten-Tipp: Ob Ihre Mitarbeitenden Sprachmodelle nutzen, ist keine Frage mehr. Die Frage ist, was in den Texten steht, die sie dort hineinkopieren, und ob Sie darüber die Kontrolle haben.

Tim Geisendörfer

Tim Geisendörfer

Founder & CEO

Warum wir InnoGE/deckname trainiert haben

Dieses Modell ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern in unseren Projekten. Das Muster wiederholte sich über Jahre: Ein Team hat eine Aufgabe, die ein Sprachmodell in Minuten erledigen würde. Support-Postfächer sortieren, Verträge auswerten, Bewerbungen vorprüfen. Dann fällt der erste Blick in die Dokumente. Namen, Geburtsdaten, IBANs, Kundennummern. Spätestens im Gespräch mit dem Datenschutzbeauftragten ist das Projekt zu Ende.

Der Einwand ist berechtigt. Solche Texte in eine fremde Cloud zu geben, ist genau das Risiko, vor dem die DSGVO schützen soll. Was danach passiert, haben wir oft genug erlebt: Das Projekt wird verschoben, zusammengestrichen oder still am Datenschutz vorbei betrieben. Keine dieser Varianten hat uns gefallen. Also haben wir angefangen zu trainieren.

Überrascht hat uns dabei vor allem eines: dass niemand dieses Modell vor uns trainiert hat. An Anonymisierungswerkzeugen herrscht kein Mangel, und trotzdem blieb die Lücke offen. Warum, zeigt ein Blick auf den Markt.

Was der Markt bisher bietet

Textanonymisierung ist kein neues Feld. Wer heute danach sucht, findet fünf Lager, und jedes hat denselben blinden Fleck.

  • Die Cloud-Dienste der Hyperscaler. AWS, Microsoft und Google erkennen personenbezogene Daten als API-Dienst, teils mit Hunderten Entitätstypen. Nur muss der Text dafür in deren Cloud, also genau dorthin, wo er nicht hin soll. Und Deutsch spielt eine Nebenrolle: Amazon Comprehend etwa erkennt personenbezogene Daten ausschließlich in englischen und spanischen Texten.

  • Kommerzielle Spezialanbieter. Einige liefern ihre Erkennung auch als Container ins eigene Rechenzentrum. Bezahlt wird trotzdem nach Volumen, und die Modelle sind Generalisten für Dutzende Sprachen, keine Spezialisten für die Feinheiten deutscher Texte.

  • Open-Source-Frameworks wie Microsoft Presidio. Kostenlos und flexibel, aber ein Baukasten, den man selbst bestücken muss. Die Erkennung hängt an generischen Sprachkomponenten, und auf Deutsch fällt sie steil ab: Auf deutschen Gerichtsentscheidungen erreicht Presidio in unserer Messung 12,1 F1, InnoGE/deckname 94,5.

  • Offene PII-Spezialmodelle. Kleine Erkennungsmodelle wie die GLiNER-Familie oder Piiranha gelten als moderne Antwort auf Presidio. In unserer Messung fallen sie auf deutschen Texten alle durch: Das beste erreicht 54,5 F1 auf Nachrichtentexten, und Piiranha, oft als stärkstes mehrsprachiges Modell empfohlen, übersieht auf deutschen Rechtstexten über 90 Prozent der personenbezogenen Zeichen.

  • Prompt-basierte Sprachmodelle. Die großen Frontier-Modelle kommen der Qualität am nächsten, deshalb haben wir sie am gründlichsten vermessen. Doch sie antworten in Sekunden statt Millisekunden, kosten bei jedem Dokument Tokens, und vor allem müssen sie die Rohdaten im Klartext sehen. Wer sein Anonymisierungsproblem an eine Cloud-KI delegiert, hat es nicht gelöst, sondern verschoben.

Fünf Lager, ein gemeinsamer blinder Fleck: Ein spezialisiertes Modell, das Deutsch wirklich beherrscht, Englisch gleich mit, vollständig on-premises läuft und sich an öffentlichen Benchmarks messen lässt, gab es nicht. Für Unternehmen, die digitale Souveränität ernst nehmen, war das die eigentliche Lücke. Heute schließen wir sie.

Machen Sie die Probe

Wie gut eine Erkennung wirklich ist, zeigt sich erst am eigenen Material. Fügen Sie in der Demo einen Beispieltext ein und sehen Sie sofort, was InnoGE/deckname findet und wie der ersetzte Text aussieht. Die Demo läuft auf unseren Servern, im Einsatz läuft das Modell auf Ihren.

So funktioniert InnoGE/deckname

InnoGE/deckname ist kein Chatbot und kein weiteres Allzweckmodell. Wir haben es für eine einzige, scharf umrissene Aufgabe trainiert: personenbezogene Daten erkennen und durch Platzhalter oder Pseudonyme ersetzen. Deutsch und Englisch laufen durch dasselbe Modell, trainiert auf beiden Sprachen gemeinsam. Im Einsatz läuft es als Container in Ihrem Netz, hinter Ihrer Firewall, auf gewöhnlicher Server-Hardware.

Zwei Schichten, zwei Arten von Daten

Personenbezogene Daten sind unterschiedlich schwer zu finden. Eine IBAN folgt einem festen Aufbau, ein Nachname nicht. Deshalb behandelt InnoGE/deckname beides getrennt:

  • Die Regelschicht findet strukturierte Angaben wie IBANs, Steuer-IDs, Karten- und Telefonnummern. Jeder Treffer wird über seine Prüfsumme nachgerechnet. Eine Zahlenreihe, die nur aussieht wie eine IBAN, wird nicht ersetzt, und das hält die Zahl der Fehlalarme niedrig.

  • Das trainierte Modell erkennt alles, was Kontext braucht: Personennamen, Adressen, Organisationen. Ob „Berger" ein Nachname, ein Ortsteil oder ein Bergsteiger ist, verrät nur der Zusammenhang. Genau darauf ist das Modell trainiert, und auf nichts anderes.

Erst zusammen ergibt das ein belastbares System. Regeln übersehen alles Unstrukturierte, und ein Modell allein verschenkt bei formatierten Daten die Eindeutigkeit, die eine Prüfsumme bietet. Beide Schichten gemeinsam decken ab, was in echten Dokumenten tatsächlich vorkommt.

Deckname kombiniert Prüfsummen und neuronale Erkennung, ersetzt personenbezogene Daten und erstellt einen Audit-Report

So sieht das in der Praxis aus

Eine fiktive Kundenmail, wie sie jeden Tag in einem Support-Postfach liegen könnte. Alle Angaben sind frei erfunden.

Original
Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Katrin Brandmeier, meine Kundennummer lautet KD-448 271. Bitte buchen Sie den Beitrag künftig von meinem neuen Konto ab: DE89 3704 0044 0532 0130 00. Sie erreichen mich unter 0221 4710815 oder unter meiner neuen Adresse, Lindenstraße 14, 50674 Köln.

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Brandmeier
Nach InnoGE/deckname
Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist [PERSON_1], meine Kundennummer lautet [ID_1]. Bitte buchen Sie den Beitrag künftig von meinem neuen Konto ab: [IBAN_1]. Sie erreichen mich unter [PHONE_1] oder unter meiner neuen Adresse, [ADDRESS_1].

Mit freundlichen Grüßen
[PERSON_1]

Nachvollziehbar bis zur letzten Ersetzung

Zwei Dinge fallen an dem Beispiel auf. Erstens bekommt dieselbe Person im ganzen Text denselben Platzhalter. Der Zusammenhang bleibt erhalten, ein nachgelagertes Sprachmodell kann mit dem Text weiterarbeiten, nur die Identität dahinter kennt es nicht. Zweitens wird nichts geschwärzt, sondern nach Typ ersetzt. Der Text bleibt dadurch lesbar und auswertbar.

Jede dieser Ersetzungen landet zusätzlich in einem maschinenlesbaren Audit-Report: welche Entität an welcher Stelle erkannt wurde, als welcher Typ, ersetzt durch welchen Platzhalter. Das ist der Unterschied zwischen „bei uns läuft da etwas" und einem Prozess, den Sie gegenüber Ihrer Datenschutzaufsicht oder im Audit belegen können.

Verloren geht dabei nichts. Die Zuordnung zwischen Platzhaltern und Originalwerten liefert InnoGE/deckname als strukturierten Bericht mit, und dieser Bericht bleibt auf Ihren Systemen. Sie können den bereinigten Text also extern verarbeiten lassen und die Originalwerte anschließend lokal wieder einsetzen. Die Verbindung zum Original existiert weiter, aber sie liegt allein bei Ihnen.

Was die Messungen zeigen

Wer sein Modell das weltweit beste nennt, muss das belegen. Wir haben den Vergleich deshalb gesucht, mit den stärksten Systemen, die es gibt:

Auf öffentlichen deutschen Benchmark-Korpora aus Nachrichten- und Rechtstexten erkennt InnoGE/deckname (v1) personenbezogene Daten zuverlässiger als prompt-basierte Frontier-Modelle, gemessen im Juli 2026 gegen GPT-5.6, Claude Opus 5 und Claude Fable 5. Dabei antwortet es in Millisekunden statt in Sekunden, kostet einen Bruchteil und verarbeitet alles im eigenen Netz.

Gegenüber Microsoft Presidio, dem verbreitetsten Open-Source-Werkzeug, ist der Abstand noch größer: Auf denselben Korpora lässt Presidio 4,5- bis 16-mal mehr personenbezogene Zeichen durch. Auch die offenen PII-Spezialmodelle, darunter Piiranha und zwei GLiNER-Varianten, bleiben weit zurück, obwohl wir ihre Entitätstypen bewusst wohlwollend auf unsere abgebildet haben. Das beste von ihnen liegt auf Nachrichtentexten 32 F1-Punkte hinter InnoGE/deckname, auf Rechtstexten 73. Und wo einzelne dieser Modelle mit niedrigen Leak-Raten glänzen, erkaufen sie das durch Überschwärzen: Auf Gerichtsentscheidungen markieren sie Gerichtsnamen und Aktenzeichen fast wahllos, und der Text verliert seinen Nutzen.

Der grundsätzliche Punkt kommt dazu: Ein Cloud-Modell, das als Anonymisierer arbeiten soll, bekommt zwangsläufig die ungeschützten Rohdaten zu sehen. InnoGE/deckname braucht diesen Kompromiss nicht, weil es dort läuft, wo die Daten ohnehin liegen.

Messergebnisse im Überblick

Alle Werte stammen aus unseren Evaluationsläufen mit InnoGE/deckname (v1) im Juli 2026; die Vergleichssysteme wurden nach dokumentiertem Verfahren auf Stichproben derselben Korpora gemessen, ihre Entitätstypen wohlwollend auf unsere abgebildet. Benchmarks sind Ausschnitte, keine Garantie für Ihre Daten. Deshalb empfehlen wir immer eine Messung auf einer Stichprobe aus Ihrem eigenen Bestand.

Deutsche Rechtstexte (LER)

Ergebnis
94,5 F1 bei der Entitätserkennung; Presidio: 12,1; Frontier-Modelle: 63,1 bis 64,2
Kontext
Öffentlicher LER-Benchmark (Legal Entity Recognition), Juli 2026

Deutsche Nachrichtentexte (GermEval)

Ergebnis
86,5 F1 bei der Entitätserkennung; Presidio: 58,9; Frontier-Modelle: 82,8 bis 83,9
Kontext
Frontier-Vergleich: GPT-5.6, Claude Opus 5 und Claude Fable 5, Juli 2026

PII-Leak-Rate

Ergebnis
4,5- bis 16-fach niedriger als Microsoft Presidio
Kontext
Zeichenbasiert gemessen auf GermEval und LER, Juli 2026

Offene PII-Spezialmodelle

Ergebnis
Bestes Modell: 54,5 F1 (GermEval) und 21,6 F1 (LER); InnoGE/deckname: 86,5 und 94,5
Kontext
GLiNER-Varianten, Piiranha und ai4privacy-Modelle, Juli 2026

Geschwindigkeit

Ergebnis
Erkennungsergebnisse in Millisekunden pro Dokument
Kontext
Auf einer normalen Laptop-CPU, ohne GPU

Warum wir zusätzlich an echten Daten messen

Öffentliche Benchmarks sind sauber kuratiert und dadurch ein wenig zu freundlich. Echte Geschäftstexte sehen anders aus: abgebrochene Sätze, halbe Adressen, Namen an Stellen, an denen niemand sie erwartet, Formatierung, die über Jahre gewachsen ist. Für Training und Evaluation von InnoGE/deckname haben wir deshalb einen eigenen Datensatz aus echten deutschen Geschäftstexten aufgebaut, mit einem von Menschen geprüften Goldstandard. Jede Modellversion muss sich daran beweisen, nicht nur an den öffentlichen Korpora.

Testen Sie es selbst

Benchmarks beschreiben fremde Datensätze, nicht Ihren Bestand. Machen Sie deshalb die Probe: eigenen Text in die Demo einfügen, Erkennung ansehen, Ergebnis beurteilen. Und wenn Sie es genauer wissen wollen, messen wir gemeinsam auf einer Stichprobe aus Ihren eigenen Daten.

Experten-Tipp: Wer ein Cloud-Modell bittet, personenbezogene Daten zu entfernen, schickt ihm dafür zuerst die Rohdaten. Entscheidend ist nicht das Prompt, sondern der Ort der Verarbeitung.

Tim Geisendörfer

Tim Geisendörfer

Founder & CEO

Wofür Unternehmen InnoGE/deckname einsetzen

InnoGE/deckname ersetzt keines Ihrer Werkzeuge. Es sitzt davor und macht Wege frei, die bisher aus gutem Grund versperrt waren. Vier davon begegnen uns besonders häufig.

Als Schleuse vor Cloud-Sprachmodellen

Der wichtigste Einsatz ist zugleich der einfachste. InnoGE/deckname sitzt zwischen Ihren Systemen und dem Sprachmodell Ihrer Wahl. Jeder Text wird bereinigt, bevor er ChatGPT, Claude oder ein anderes Modell erreicht, und über die Platzhalter-Zuordnung beziehen Sie die Antwort anschließend wieder auf die Originaldaten. Weil die Schnittstelle OpenAI-kompatibel ist, genügt dafür im Code oft ein geänderter Endpunkt. Aus stillschweigend geduldeter KI-Nutzung wird ein offizieller, dokumentierter Prozess.

Kundenservice und Postfächer

In Support-Postfächern steckt enormes Automatisierungspotenzial, doch jede einzelne E-Mail enthält Namen, Anschriften und Vertragsnummern. Mit InnoGE/deckname davor lassen sich Anfragen automatisch klassifizieren, zusammenfassen und weiterleiten, ohne dass Kundendaten das Haus verlassen. Das funktioniert auch rückwirkend, denn ein bestehendes Postfach lässt sich in einem Durchlauf bereinigen und danach auswerten.

Recht und Compliance

Verträge, Akten und Schriftsätze gehören zu den sensibelsten Textbeständen eines Unternehmens. In bereinigter Form lassen sie sich durchsuchen, zusammenfassen und vergleichen, auch mit Werkzeugen, die dafür bisher nicht infrage kamen. Der Audit-Report dokumentiert dabei jeden einzelnen Verarbeitungsschritt.

Daten für Analysen und eigenes Training

Wer historische Bestände für Auswertungen, Berichte oder das Training eigener Modelle nutzen will, braucht sie ohne Personenbezug. InnoGE/deckname macht solche Bestände nutzbar, ohne ihren Informationsgehalt zu zerstören. Struktur und Zusammenhang der Texte bleiben erhalten, nur die Identitäten verschwinden.

Integration und Betrieb: ein Container, eine API, Minuten bis zum Start

Ein Werkzeug, das vor allen anderen Systemen sitzt, darf weder Nadelöhr noch Großprojekt sein. InnoGE/deckname kommt deshalb als einzelner Docker-Container von rund einem Gigabyte. Ein Befehl startet ihn auf der Server-Hardware, die Sie ohnehin betreiben; 2 bis 4 CPU-Kerne und 3 GB Arbeitsspeicher genügen, und wenige Minuten später beantwortet das System die erste Anfrage. Auch der Betrieb ganz ohne Internetverbindung ist vorgesehen.

Die Schnittstelle ist OpenAI-kompatibel. Anwendungen, die heute mit einem Cloud-Sprachmodell sprechen, sprechen morgen mit InnoGE/deckname, im Code ändert sich kaum mehr als die Adresse.

Eigene Server sind dabei keine Pflicht. Wer das Modell nutzen will, ohne es selbst zu betreiben, bekommt es aus unserer eigenen KI-Infrastruktur: auf europäischen Servern eines deutschen Anbieters, ohne jede Verbindung zu US-Clouds, betrieben von dem Team, das das Modell trainiert hat.

Was das im Alltag bedeutet

  • Millisekunden auf Standard-CPUs

    InnoGE/deckname läuft auf gewöhnlicher Server- und Laptop-Hardware. Keine GPU, keine Spezialbeschaffung, keine Wartezeiten.

  • Keine Kosten pro Anfrage

    Es gibt keinen Token-Preis und keine API-Abrechnung. Ob Sie hundert Dokumente verarbeiten oder hundert Millionen, an der Kostenlogik ändert sich nichts.

  • Kein Datenabfluss

    Nichts verlässt Ihre Systeme. Es existiert keine externe Schnittstelle, an die Text geschickt wird. Erkennung und Ersetzung passieren vollständig bei Ihnen.

  • OpenAI-kompatible Schnittstelle

    Bestehende Anwendungen, SDKs und Frameworks sprechen InnoGE/deckname ohne Umbau an. Im Code ändert sich kaum mehr als die Adresse.

  • In Minuten einsatzbereit

    Ein Docker-Container, ein Befehl. InnoGE/deckname läuft auf vorhandener Infrastruktur, auf Wunsch auch air-gapped ohne jede Internetverbindung.

  • Maschinenlesbarer Audit-Report

    Jede Ersetzung wird protokolliert und ist damit prüfbar, auswertbar und in Ihre Compliance-Dokumentation überführbar.

Bestehende Bestände laufen so in einem Rutsch durch, statt tröpfchenweise durch eine bezahlte API. Und der Schritt passt auch in Pipelines, in denen eine Sekunde zusätzliche Latenz pro Dokument nicht vertretbar wäre. Wie sich so ein Betrieb architektonisch einordnet, beschreibt unser Beitrag zu On-Premise vs. Cloud ausführlicher.

Was InnoGE/deckname leistet, und was es nicht verspricht

Bei diesem Thema fallen im Markt gern große Worte. Wir verzichten bewusst darauf. Begriffe wie „anonym" haben im Datenschutzrecht eine präzise Bedeutung, und ein Versprechen, das ein Werkzeug nicht halten kann, schadet Ihnen im Ernstfall mehr, als es vorher genützt hat.

InnoGE/deckname erkennt und ersetzt personenbezogene Daten. Damit unterstützt es Ihre Anonymisierungs- und Pseudonymisierungsprozesse und lässt sich als technische und organisatorische Maßnahme nach Art. 25 und Art. 32 DSGVO in Ihr Datenschutzkonzept einordnen.

Ob ein Ergebnis im rechtlichen Sinne anonym oder pseudonym ist, hängt vom Kontext ab: von der Restinformation im Text, vom Zusatzwissen der empfangenden Stelle, vom Zweck der Verarbeitung. Diese Bewertung trifft Ihre Datenschutzorganisation, und kein Werkzeug kann sie ihr abnehmen. InnoGE/deckname liefert dafür die technische Grundlage, nämlich einen nachvollziehbaren, wiederholbaren und dokumentierten Verarbeitungsschritt, der dort läuft, wo Ihre Daten liegen.

Fazit

Der Konflikt zwischen dem Wunsch, moderne KI-Werkzeuge zu nutzen, und der Pflicht, personenbezogene Daten zu schützen, löst sich nicht durch Abwarten. Er löst sich an der Stelle, an der Texte das Unternehmen verlassen. Genau für diese Stelle haben wir InnoGE/deckname trainiert.

Das Ergebnis ist ein Modell, das auf öffentlichen deutschen Benchmarks jedes System schlägt, gegen das es angetreten ist, und dabei als erstes seiner Klasse vollständig in der eigenen Infrastruktur läuft. Es arbeitet in Millisekunden auf normalen CPUs, kostet nichts pro Anfrage, lässt keine Daten abfließen und belegt jede Ersetzung in einem Audit-Report. Sie können es lizenzieren und selbst betreiben, es in unserer KI-Infrastruktur nutzen oder von uns zur fertigen Lösung ausbauen lassen.

Am meisten überzeugt InnoGE/deckname aber nicht in unserem Text, sondern an Ihrem: Beispiel einfügen, Ergebnis ansehen, selbst urteilen.

InnoGE/deckname ist bereit. Auf Ihren Servern oder auf unseren.

InnoGE/deckname steht jedem Unternehmen offen, auf drei Wegen. Sie lizenzieren das Modell und betreiben es selbst: als Container in Ihrer Infrastruktur, angebunden über die OpenAI-kompatible API, einsatzbereit in Minuten. Sie lassen es von uns betreiben, in unserer KI-Infrastruktur auf europäischen Servern, ohne US-Cloud-Anbindung. Oder wir entwickeln auf dem Modell aufbauend Ihre maßgeschneiderte Lösung, von der Anbindung einzelner Systeme bis zur kompletten Verarbeitungsstrecke. In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir, welcher Weg zu Ihnen passt.

FAQ: InnoGE/deckname und Textanonymisierung

InnoGE/deckname erkennt personenbezogene Daten in deutschen und englischen Texten, darunter Namen, Adressen, Organisationen, IBANs und Telefonnummern, und ersetzt sie durch Platzhalter oder Pseudonyme. Dieser Schritt läuft vollständig in Ihrer eigenen Infrastruktur, bevor der Text an ein nachgelagertes System weitergegeben wird.

Auf unsere Messungen vom Juli 2026 auf öffentlichen deutschen Benchmark-Korpora (GermEval und LER). Dort liegt InnoGE/deckname (v1) vor jedem System, gegen das es angetreten ist: vor den prompt-basierten Frontier-Modellen GPT-5.6, Claude Opus 5 und Claude Fable 5, vor Microsoft Presidio und vor den offenen PII-Spezialmodellen wie den GLiNER-Varianten und Piiranha. Die Methode ist dokumentiert und reproduzierbar; die Zahlen finden Sie in der Ergebnistabelle in diesem Beitrag. Dazu kommt, was sich nicht in einer Kennzahl ausdrückt: InnoGE/deckname ist zugleich das erste Modell dieser Klasse, das vollständig on-premises läuft.

Weil das Cloud-Modell den unbereinigten Text dafür zuerst sehen muss. Die Rohdaten liegen damit bereits bei einem Dritten, und genau das soll ja verhindert werden. InnoGE/deckname läuft dort, wo die Daten ohnehin liegen, und gibt nur den bereinigten Text weiter.

Auf öffentlichen deutschen Benchmark-Korpora erkennt InnoGE/deckname (v1) personenbezogene Daten zuverlässiger als prompt-basierte Frontier-Modelle, gemessen im Juli 2026 gegen GPT-5.6, Claude Opus 5 und Claude Fable 5: 86,5 F1 auf Nachrichtentexten (GermEval, Frontier-Modelle: 82,8 bis 83,9) und 94,5 F1 auf Rechtstexten (LER, Frontier-Modelle: 63,1 bis 64,2). Benchmarks bleiben trotzdem Ausschnitte; für Ihre Daten empfehlen wir eine Messung auf einer eigenen Stichprobe.

Auf öffentlichen deutschen Korpora (GermEval und LER, Juli 2026, zeichenbasiert gemessen) liegt die PII-Leak-Rate von InnoGE/deckname (v1) 4,5- bis 16-fach niedriger als bei Microsoft Presidio. Auch die offenen PII-Spezialmodelle bleiben in unserer Messung weit zurück: Das beste erreicht auf deutschen Nachrichtentexten 54,5 F1 und auf Rechtstexten 21,6, InnoGE/deckname 86,5 und 94,5. Der wichtigste Unterschied: Diese Werkzeuge setzen auf generische Sprachkomponenten oder synthetische Trainingsdaten, InnoGE/deckname kombiniert eine Regelschicht mit Prüfsummenvalidierung und ein gezielt auf deutsche und englische Texte trainiertes Modell für Namen, Adressen und Organisationen.

InnoGE/deckname kommt als einzelner Docker-Container und läuft auf vorhandener Server-Hardware; 2 bis 4 CPU-Kerne und 3 GB Arbeitsspeicher genügen, eine GPU ist nicht nötig. Die Schnittstelle ist OpenAI-kompatibel, bestehende Anwendungen und SDKs sprechen das Modell daher ohne Umbau an. Vom Start des Containers bis zur ersten Anfrage vergehen in der Regel nur Minuten; auch ein Betrieb ganz ohne Internetverbindung ist möglich.

Ja, InnoGE/deckname steht jedem Unternehmen offen. Sie lizenzieren das Modell und betreiben es selbst in Ihrer Infrastruktur, Sie nutzen es in unserer KI-Infrastruktur, oder wir entwickeln darauf aufbauend eine maßgeschneiderte Lösung für Ihren Anwendungsfall. Sprechen Sie uns für die Konditionen einfach an.

Nein. InnoGE/deckname läuft überall dort, wo ein Docker-Container läuft, und wenn Sie keine eigenen Server betreiben wollen, übernehmen wir das: In unserer eigenen KI-Infrastruktur läuft das Modell auf europäischen Servern eines deutschen Anbieters, ohne jede Verbindung zu US-Clouds. Ihre Texte bleiben damit in Europa, und auch hier gilt: Jede Ersetzung landet im Audit-Report.

Diese Bewertung trifft Ihre Datenschutzorganisation, nicht das Werkzeug. InnoGE/deckname erkennt und ersetzt personenbezogene Daten und unterstützt damit Ihre Anonymisierungs- und Pseudonymisierungsprozesse; als technische und organisatorische Maßnahme lässt es sich nach Art. 25 und Art. 32 DSGVO einordnen. Ob ein konkretes Ergebnis rechtlich als anonym oder pseudonym gilt, hängt vom Kontext ab, etwa von der Restinformation im Text und vom Zusatzwissen der empfangenden Stelle.

Ja. In unserer interaktiven Demo unter innoge.de/lab/ai/deckname testen Sie InnoGE/deckname direkt im Browser mit eigenem Beispieltext. Für den Einsatz in Ihrer eigenen Infrastruktur sprechen Sie uns einfach an.

Benchmark-Quellen: GermEval 2014 NER (Benikova, Biemann, Reznicek) · German LER (Leitner, Rehm, Moreno-Schneider) · Lizenz: CC BY 4.0

Über den Autor

Tim Geisendörfer

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