KI im Finanzwesen: Datenschutz von Anfang an

Kontostände, Bonitätsdaten, Transaktionshistorien, Vertragsdetails – kaum eine Branche verwaltet so viele sensible Informationen wie der Finanzsektor. Das Bankgeheimnis und die neue DORA-Verordnung für Finanzunternehmen setzen hohe Hürden für den Einsatz externer Cloud-Dienste – gerade bei Sprachmodellen wie ChatGPT oder Claude bleibt vielen Banken, Versicherern und Fintechs deshalb unklar, ob und wie sie KI überhaupt einsetzen dürfen.

Wir zeigen, wo KI im Finanzwesen heute schon sicher eingesetzt werden kann – und wie InnoGE/deckname als Anonymisierungsschicht dafür sorgt, dass Kunden- und Finanzdaten erst gar nicht in eine fremde Cloud gelangen.

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Das Thema kurz und kompakt

  • Finanzdaten sind streng vertraulich: Bankgeheimnis, aufsichtsrechtliche Vorgaben und die DORA-Verordnung verlangen besondere Sorgfalt beim Umgang mit Kundendaten.

  • KI-Nutzung ist trotzdem möglich: Mit einer Anonymisierungsschicht vor dem Cloud-Sprachmodell bleibt die Kontrolle über die Daten im Unternehmen.

  • InnoGE/deckname übernimmt genau das: Erkennung und Ersetzung sensibler Daten, bevor ein Text die eigene Infrastruktur verlässt.

Warum das Bankgeheimnis und DORA den Finanzsektor zum Sonderfall machen

Anders als bei Gesundheitsdaten zählen Finanzdaten nicht zu den „besonderen Kategorien" nach Art. 9 DSGVO. Trotzdem unterliegen sie einem eigenen, engmaschigen Schutzregime: Das Bankgeheimnis verpflichtet Kreditinstitute vertraglich zur Vertraulichkeit gegenüber Dritten. Die DORA-Verordnung (Digital Operational Resilience Act) verlangt seit 2025 zusätzlich, dass Finanzunternehmen das Risiko jedes IT-Drittanbieters – auch von Cloud-KI-Diensten – systematisch bewerten und steuern.

Für den Einsatz von Sprachmodellen bedeutet das: Ein Text mit Kontodaten, Kreditwürdigkeitsprüfungen oder Transaktionsdetails ist nicht einfach „ein Dokument" – er berührt vertragliche Vertraulichkeitspflichten und aufsichtsrechtliche Anforderungen gleichzeitig. Genau das schreckt viele Finanzunternehmen davon ab, KI überhaupt in Betracht zu ziehen.

Die naheliegende Konsequenz – KI komplett meiden – ist dabei selten die richtige. Die bessere Lösung liegt eine Ebene davor: Sensible Daten werden erkannt und anonymisiert, bevor ein Sprachmodell sie überhaupt sieht.

Experten-Tipp: DORA fragt nicht nur, welcher Cloud-Anbieter ein Sprachmodell betreibt. Es fragt, welche Daten dieser Anbieter überhaupt zu sehen bekommt.

Tim Geisendörfer

Tim Geisendörfer

Founder & CEO

Wo KI im Finanzwesen heute schon helfen kann

Vier Bereiche, in denen wir bei Banken, Versicherern und Fintechs den größten Hebel sehen – vorausgesetzt, die Vertraulichkeitsfrage ist geklärt:

  • KYC- & AML-Dokumentation: Prüfberichte zur Kundenidentifikation und Geldwäscheprävention lassen sich zusammenfassen, ohne dass Kundendaten die eigene Infrastruktur verlassen.

  • Risikoanalyse & Kreditprüfung: Sprachmodelle unterstützen bei der Auswertung von Unterlagen, während Bonitäts- und Personendaten anonymisiert bleiben.

  • Regulatorisches Reporting: Aufsichtsrechtliche Berichte und Meldungen an BaFin oder EZB lassen sich schneller erstellen und prüfen.

  • Kundenkommunikation: Anfragen zu Konten, Verträgen oder Schadensfällen lassen sich automatisiert vorsortieren und beantworten, ohne Finanzdaten ungeschützt weiterzugeben.

Die Lösung: Anonymisierung, bevor die Daten die Cloud erreichen

Für genau dieses Problem haben wir InnoGE/deckname entwickelt: ein eigenes KI-Modell zur Textanonymisierung, das personenbezogene und finanzbezogene Angaben erkennt und durch konsistente Platzhalter ersetzt – bevor ein Text ein Cloud-Sprachmodell wie ChatGPT oder Claude erreicht. Deckname läuft dabei vollständig in Ihrer eigenen Infrastruktur, ohne GPU, in Millisekunden.

Für Banken, Versicherer und Fintechs bedeutet das: Das Sprachmodell bekommt, was es zum Arbeiten braucht – nie die Kontonummern, Namen oder Vertragsdetails dahinter. Mehr zu Funktionsweise, Benchmarks und einer Live-Demo finden Sie in unserem ausführlichen Artikel zu InnoGE/deckname.

Was InnoGE/deckname leistet – und was Ihre Compliance-Abteilung entscheidet

InnoGE/deckname erkennt und ersetzt personenbezogene sowie finanzbezogene Daten und lässt sich als technische und organisatorische Maßnahme nach Art. 25 und Art. 32 DSGVO in Ihr Datenschutz- und IT-Risikokonzept einordnen – auch im Rahmen der Drittanbieter-Bewertung nach DORA. Ob der Einsatz eines konkreten Cloud-Dienstes im Einzelfall zulässig ist, hängt von Ihrer aufsichtsrechtlichen Einordnung, Ihrem Auslagerungsmanagement und Ihrer internen Risikobewertung ab. Diese Bewertung trifft Ihre Compliance- und Datenschutzorganisation, kein Werkzeug kann sie ihr abnehmen.

InnoGE/deckname unterstützt Ihre Anonymisierungs- und Pseudonymisierungsprozesse, es ersetzt sie nicht. Gerade bei Bankgeheimnis und aufsichtsrechtlichen Vorgaben empfehlen wir, die konkrete Umsetzung gemeinsam mit Ihrer Compliance- und Rechtsabteilung zu prüfen.

Experten-Tipp: Bei Finanzdaten hilft kein Werkzeug, das große Versprechen macht und keine Belege liefert. Verlangen Sie Benchmarks, nicht Behauptungen.

Tim Geisendörfer

Tim Geisendörfer

Founder & CEO

Nicht Ihre Branche? Die gleichen Datenschutzfragen stellen sich auch im Gesundheitswesen und im Banking.

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FAQ – KI im Finanzwesen

Grundsätzlich ja – solange keine personenbezogenen oder finanzbezogenen Daten im Klartext an das Sprachmodell übermittelt werden. Mit einer Anonymisierungsschicht wie InnoGE/deckname lassen sich diese Daten vorab entfernen, sodass die eigentliche Anfrage sicher verarbeitet werden kann.

Das Bankgeheimnis verpflichtet Kreditinstitute vertraglich zur Vertraulichkeit gegenüber Kunden. Werden Kundendaten unverändert an einen externen Cloud-Dienst übermittelt, kann das diese Vertraulichkeitspflicht berühren – unabhängig davon, wo der Dienst betrieben wird.

InnoGE/deckname wurde auf deutschen Benchmarks für Textanonymisierung gemessen und liegt dort vor Microsoft Presidio und offenen Spezialmodellen. Details zu den Messwerten finden Sie in unserem Artikel zu InnoGE/deckname. Wie bei jedem Erkennungssystem empfehlen wir zusätzlich eine Prüfung auf einer Stichprobe Ihrer eigenen Dokumente.

Nein. InnoGE/deckname unterstützt Ihre Anonymisierungs- und Pseudonymisierungsprozesse als technische Maßnahme, ersetzt aber nicht die Bewertung durch Ihre Compliance- und Rechtsabteilung im Rahmen von DORA-Auslagerungsmanagement und Bankgeheimnis.

Deckname läuft als einzelner Container und spricht eine OpenAI-kompatible API. In vielen Fällen genügt eine Anpassung des API-Endpunkts, um bestehende Anwendungen ohne größere Umbauten anzubinden.

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